Asena und die nächsten Wolfskinder (noch ein Baby-Tagebuch)

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Die Wolfsratten wollen die Welt erobern

27.07.2011 – Tag 5: Ja, so schnell kann’s gehen. Nachdem ich die Wolfskinder etwas früher von Asena trennen musste und die Töchter sie nur noch einmal täglich zu Gesicht bekamen, war es dann endlich soweit. Am 23ten Juli 2011 irgendwann im Laufe des Tages, als wir gerade nicht zu Hause waren, setzte Asena neues Leben in die Welt. Die neuen Wolfskinder, waren die ersten Tage nicht zu sehen, da Asena sie gut versteckt hielt. Dem leisen und sehr spärlichen Piepsen nach zu urteilen, rechnete ich mit ungefähr 5 Welpen. Da heute der Tag ist, an dem ich die Babys vorsichtig das erste Mal begutachten kann, konnte ich endlich zählen. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich sachte das Nest öffnete und diesen riesigen Haufen rosa Shrimps vor mir sah. Es sind in der Tat 13 Wolfskinder. 13. 13. 13. 13. 13. Ich bin im Moment noch ganz ohnmächtig von diesem Anblick. Jetzt leben bei uns 36 Ratten. – Hier ist das erste Foto der Shrimps. (über die älteren Wolfskinder werde ich etwas später an dieser Stelle natürlich auch noch berichten)

Gut, dann halt wilde 13

28.07.2011 – Tag 6: Nachdem ich den gestrigen Schock beim Zählen schon ein bisschen überwunden habe, konnte ich den Moment eben mit den neuen Shrimps richtig genießen. Die ganze Arbeit, das Finanzielle hatte ich für wenige Minuten total ausgeblendet, als mich diese winzigen Däumchen so zu verzaubern wussten. Jedes hat einen vollen Milchbauch, was mich aufatmen lässt. Nicht auszudenken, wenn Asena nicht genug Milch hätte. Ich bin mächtig stolz auf sie. Sie ist eine so liebevolle gute Wolfsmama. – Im Moment steht ihr Mamakäfig direkt neben dem der drei Töchter, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren. Jeden Tag vor der Schwangerschaft sahen sie sich für ungefähr 1-2 Stunden. Und jetzt wo die Babys da sind, für etwa eine halbe Stunde. Jenachdem wie Asena möchte, denn die Käfigtüren sind offen, so dass sie selbst entscheiden kann wann sie zurück zu ihrer jungen Brut möchte. Asena hüpft gerne in dem mehrstöckigen Käfig der Mädels rum, wenngleich ihr erstes Ziel tatsächlich immer der Futternapf ist. Nom nom nom… futtert sie den Töchtern das allerleckerste und begehrteste weg. Aber hier gibt es ja zum Glück genug für jeden. […] Die drei Töchter haben derweil auch Namen erhalten. Dem Familienwappen angemessen heißen die drei türkischen Wolfsmädchen nun Şenay (was Schenay ausgesprochen wird und lachender Mond bedeutet), Tülay (verschleierter Mond) und Ayla (Mondblume). Falls ihr euch für türkische Mythologie interessiert, könnt ihr ja mal nachschauen woher Mama Asena ihren Namen hat. Hier geht’s zum Wiki-Artikel.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen aller 36 Ratten bei den lieben Spenderinnen und Spendern bedanken, die uns unsere Arbeit wirklich enorm erleichtern. Danke für eure Großzuügigkeit und euer großes Herz!

Huch, da hat eines ein Ausrufezeichen auf dem Rücken. :)

Şenay mit Mama Asena im Futternapf

Kleine Schrumpeldaumen

29.07.2011 – Tag 7: Als ich die Babys heute versuchte im Käfig zu finden, war ich erstmal total verwirrt, weil ich sie einfach nicht ausfindig machen konnte. Irgendwann aber sah ich dann zumindest drei Würmchen in einer Ecke. In diesem Moment hatte ich schon die Befürchtung, Asena könnte einige ihrer Babys vertilgt haben. Aber nein, ich fand sie kurze Zeit später unter einem anderen Nestbauhaufen. Puuh. Sie demonstrierten mir auch auf der Stelle wie gut sie für ihr Alter bereits über den Boden robben können. Kein Wunder also, dass sie so verstreut da lagen. Und Vibrissen haben sie! Meine Güte wie schnell das mal wieder geht. :) – Habe auch diesmal ein Foto vom Milchbauch geschossen. Man sieht durch die unbehaarte rosa Haut sehr gut, ob die Kleinen getrunken haben oder nicht.

Ein skurriler Fund

30.07. 2011 – Tag 8: Als ich vorhin die Babys (die übrigens schon reichlich Haare bekommen haben) vorsichtig aus ihrem riesigen Nest hob um eines nach dem Anderen zu streicheln, zu zuflüstern und nach etwaigen Zitzen zu schauen um das Geschlecht so früh wie möglich bestimmen zu können, sah ich zwischen den ganzen rosa Wölfchen plötzlich einen braunen seltsamen Klotz. Zuerst dachte ich, es sei womöglich eine alte Tomate, die Asena versteckt und ich nicht gefunden hatte um sie zu entsorgen. Ich bekam schon ein schlechtes Gewissen, aber als ich das Ding im schwummerigen Licht genauer beäugte, war ich nicht mehr mit einem schlechten Gewissen behaftet, sondern erstmal ein wenig geschockt. Danach stellte sich aber sofort pure Neugier und Interesse ein. Ich kann nicht genau sagen was es ist, es sieht aber tatsächlich aus wie ein mumifizierter Klumpen Fleisch mit Knochen. Ob der so aus Asena gekommen ist?! Ich habe ihn extra mal fotografiert. – Mit Rattenschwangerschaften kenne ich mich nicht allumfassend aus, zumindest nicht was solche Belange betrifft, daher habe ich die Vermutung, dass es vielleicht durch die sehr lange Tragezeit von Asena entstanden sein könnte… Wenn dies wirklich mal ein kleines Rattenbaby werden sollte, werde ich es demnächst an einem schönen Ort bestatten. Wolf Nummer 14.

Nur zwei Mädels?!

31.07.2011 – Tag 9: Ein Schock nach dem Nächsten. :) Der anfängliche Schock von gestern hat sich jetzt als Lithopaedion erklärt. Ein interessantes Thema, von dem ich bisher nicht viel wusste. Auf Wikipedia gibt es einen sehr kurzes aber informativen Artikel dazu: Klick – Danke für den Tipp an die hilfsbereite Userin vom rattenforum.de. […] Als ich heute Babys knuddeln war, musste ich erstmal ewig nach dem 13ten Wölflein suchen. Mensch, war ich in Panik. Es lag ganz weit weg von den Anderen, hatte aber einen ordentlichen Milchbauch wie der Rest. Es muss wohl quer durch den gesamten Käfig gerobbt sein. Verrücktes Ding. :) Mittlerweile konnte ich auch schon bei zwei Wölflein Zitzen erkennen. Darunter auch das beigefarbene Robbenbaby. Ich hoffe ja wirklich, dass ich in den nächsten Tagen bei ein paar weiteren Zitzen erkennen kann. Elf Männlein, puuuh. Die zwei potentiellen Weibchen habe ich gleich fotografiert, damit ich sie an der Zeichnung schnell wieder identifizieren kann.

Erkältet – Bloß nicht anstecken

02.08.2011 – Tag 11: Mensch, wie schnell die wachsen. :) Jetzt sind sie schon 10 Tage alt, die Ohren öffnen sich langsam und das Fell! Herrje, wie schön das Fell glänzt. Ich habe heute nochmals ganz genau nach Zitzen gesucht und den Abstand von After und Geschlechtsteil verglichen, und leider wie gehabt nur zwei Mädchen entdecken können. Sehr sehr schade. Aber vielleicht ist ja eines der kleineren Wölflein einfach noch nicht soweit und es lassen sich demnächst Zitzen blicken. – Im Moment kann ich leider nicht sehr viel bei den Ratten sein (obwohl es ja so viel zu entdecken und noch mehr zu schuften gibt), da ich seit gestern ne heftige Erkältung habe. Desinfektionsspray ist mein ständiger Begleiter. Möchte gar nicht dran denken, wie es wäre wenn ich die Shrimps anstecken würde. Ein süßes Erlebnis gabs heute aber auch noch. Einer der Creme-Jungs saß heute in meiner halbgeschlossenen Hand und nuckelte an meiner Handfalte. Einige Sekunden bis er merkte, dass ich keine Milch in meiner Hand speichere.  – Habe euch den Haufen gleich nochmal fotografiert. Bin kurz angebunden, da ich mich gleich wieder hinlegen werde. Muss schnell schnell wieder gesund werden. :)

Nicht mehr lange, und sie fangen an zu klettern

06.08.2011 – Tag 15: Jetzt habe ich fast zwei Tage lang die Kinder gar nicht wirklich zu Gesicht bekommen, da ich mit der starken Erkältung im Bett lag. Sicher ist sicher. Gestern Abend nahm ich mir dann aber mit sämtlichen Vorkehrungen doch etwas Zeit. Immerhin muss ich ja schauen, ob es Allen gut geht. Puh, ich muss sagen, sie sind ganz schön gewachsen. Außerdem haben sie schon alle Haare auf der Brust, also einen richtigen Wolfspelz. Ein paar sind relativ klein, ein paar wiederum richtige Brummer. :) Und tatsächlich sind es nur zwei Mädchen. Man sieht es nun recht deutlich an den Zitzen. Für die Beiden habe ich auch definitiv schon eine Abnehmerin, was mich sehr freut. Die ganzen Männlein (auch aus dem alten Wurf) suchen leider alle noch… bisher vergebens. Dabei sind es doch richtige Schnuckel. Ich zeig‘ euch mal die Fotos von gestern und gehe dann wieder über ner Schüssel Kamillentee inhalieren.

Das ist der kleine Wolfsjunge mit dem Ausrufezeichen auf dem Rücken. Er ist sofort auf Henriks großer warmer Männerfaust eingeschlafen.

Hier sieht man die Größenunterschiede der Babys recht gut. Die beigefarbenen sind fast alle ein bisschen dicker und größer als die dunklen Wölflein.

Dieser süße kleine Wolfsjunge hatte gar nicht bemerkt, wie wir nach und nach seine Geschwister aus der Box nahmen. Er schlief seelenruhig weiter und ließ sich von nichts stören. <3

*zwinker* *blinzel* Oha, Welt! Hallo!

07.08.2011 – Tag 16: Yay! Die Wölflein machen gerade alle nach und nach die Äuglein auf und interessieren sich im Moment sehr für ihre Umgebung. Bin ganz entzückt wie sie auch mal einzeln im Käfig auf Entdeckungsreise gehen und jede Ecke und jeden Winkel irgendwie interessant finden. Kann es gar nicht abwarten, dass sie ihr erstes Körnchen in den Händen halten um es mehrmals hin und her zu drehen, dabei freudig mit den Zähnen knuspernd, ganz konzentriert schnüffelnd… um es letztendlich dann doch nochmal lieber in den Napf zu legen. „Morgen kann ich ja immer noch erwachsen werden.“ Herzallerliebst.

Wölflein gekennzeichnet. 11x mal Männlein, 2x Weiblein.

*blinzel*

Babymädchen nutzt Web 2.0

Alte Babys: Şenay und Tülay bleichen aus. Bald sind sie richtige graue Huskys. Bin sehr gespannt wie sie ausschauen werden.

Großer Bruder Kurt

11.08.2011 – Tag 20: „Naaa! Meine Brüder und meine ganz kleinen Geschwister suchen ab sofort ein neues Zuhause bei ganz netten Keksgebern. Es ist schade, dass sie ausziehen müssen. Aber Mama Asena sagt, dass es besser so wäre. Irgendwann müssen wir ja mal unser Leben in die Hand nehmen und können ja nicht für immer an Mamas Rockzipfel hängen. Auch wenn mir das viel lieber wäre. Ich habe meine Mama leider nun schon eine Weile nicht gesehen, aber ich weiss, dass sie sich sehr gut um meine jüngeren Geschwister und auch um meine drei Schwestern kümmert. Heute war eine Fotosession. Die seltsame Menschenfrau hielt uns also wieder mal dieses metallene Klickding vor die Nase. Aber das schockt mich nicht mehr. Ich war noch ganz rosa und winzig, als sie bereits damit anfing. Mama sagt, dass wir schön und besonders sind und die Menschenfrau uns deswegen auf Bildern verewigen will. Und Mama sagt, ich soll euch die Seiten mit meinen Geschwistern verlinken, damit ihr sie auch schön und besonders finden könnt.

  • Meine zwei kleinen Schwestern findet ihr hier: Klick
  • Meine vier gleichaltrigen Brüder (diese Rabauken) findet ihr hier: Klick
  • Und meine elf kleinen Brüderlein hier: Klick

Ich soll euch außerdem von dem Böri grüßen. Der war heute nicht so fotogen wie ich. Er schämt sich ein bisschen, weswegen ich euch nur ein Foto von mir zeige.

Bis ganz bald,

euer Kurt“