Asena und ihre Wolfskinder – Ein Tagebuch

Durch den aktuellen Göttinger Notfall kam eine ganz junge und frisch gebackene Rattenmama mit ihren 9 Babys zu mir. Eben gerade ist der dritte Tag für die kleinen „Shrimps“ angebrochen. Sie sind also irgendwann am 23ten Juni geboren. Der Start ins Mamaglück und ins Leben war ja leider nicht sehr einfach für die junge Familie. Kurze Zeit saßen sie sogar noch mit den potentiellen Papas zusammen, die Brüder und Papa der jungen Mutter sind. Aber trotzdem hat es die Mama geschafft ihre Babys bis heute durchzubringen. Sie selbst haben wir auf etwa 4 Monate jung geschätzt.

Auch der Transport bot einiges an Stress für die 10 Leben. Wir sind erstaunt wie gelassen sie ihre Aufgabe meistert. Wie liebevoll sie die Kleinen umsorgt. Recht untypisch, aber sie ist nicht mal kratzbürstig, wenn wir in der Nähe des Nestes sind. Die Ruhe selbst. Wie ein Profi. Weil sie schon im so jungen Alter eine Rasselbande von 9 Babys umsorgt und dabei so souverän ist, so sehr kämpft wie eine Wölfin, haben wir ihr eben kurzerhand den Namen Asena gegeben. Asena bedeutet Wölfin.

Das erste Foto der Wolfskinder entstannt vor wenigen Stunden. Ich wollte Niemanden stören, deswegen musste ich mit vollem Zoom durch die Gitterstäbe fotografieren. :) Ab dem 5ten Tag kann man vorsichtig anfangen die Babys an den Menschen zu gewöhnen. Ich bin mir sicher, Asena lässt mich dann auch mal genauer gucken.

Asena zeigt sich, versteckt aber ihre Wolfskinder

25.06.2011 – 3. Tag: Asena hat die letzte Nacht genutzt um sämtliches Material im Käfig zu einem Nest zusammenzuschustern. Samt Sichtschutz versteht sich. Jetzt weiss ich auch welche Ratte im Rattenzimmer heute Nacht so laut Zeitungen zerrissen hat. :) *ratsch ratsch ratsch* *zerr* Nun ist mir leider erstmal die Sicht auf die Shrimps versperrt, aber das macht nichts. In wenigen Tagen kann ich vorsichtig in das Nest reinschauen, wenn Asena ihren Auslauf genießt. Ganz schön emsig ist sie. Und neugierig. Vorhin leckte sie zudem mehrmals meine Hand ab und wollte gar nicht mehr von mir runter. Was für ein schmusiges und liebes Tier. Richtiges Urvertrauen scheint sie in mich zu haben. […] Ein Foto habe ich auch versucht zu knipsen, aber es war schon etwas duster. Kunstlicht und sich ständig bewegende Ratte ergeben kein gutes Motiv. Zumindest nicht mit meinem spärlichen Equipment. Trotzdem möchte ich euch Asena endlich mal zeigen. Wie man sieht, hat sie ein Teil ihres Mobiliars mit Magerquark bepinselt. Genau genommen finden sich im gesamten Käfig überall weiße Fußspuren. Aber ich bin froh, dass sie alles Futter so gut annimmt. Sie braucht jetzt viel Energie. […] Die Shrimps hört man etwa alle 2 Stunden laut piepsen. „Mama, Mama!“ Allerliebst. Und ich habe die rosa Däumchen schon jetzt in mein Herz geschlossen.

26.06.2011 – 4. Tag: Asena hielt ihre Babys den ganzen Tag versteckt, wie auch gestern. Aber das machte gar nichts, auch wenn ich wirklich sehr neugierig bin. Die Wolfskinder gaben heute immer wieder laute Fiepskonzerte. Und es war deutlich zu merken, wie kräftig ihre Stimmchen geworden sind. Eben gerade, spät gegen 23 Uhr, konnte ich dann doch noch einen winzigen Einblick ins Nest erhaschen. Schnell die Kamera gezückt und fix ein Foto gemacht. Zu sehen sind drei der neun Rabauken. Man sah richtig wie sie die ersten Versuche unternahmen um im Nest herumzukrabbeln und zu robben. Richtig fortbewegen können sie sich aber noch nicht. Deutlich sieht man nun aber schon einen bisschen von der späteren Zeichnung und Färbung. – Das flauschige Zeug im Nest ist übrigens nicht etwa verteufelte Hamsterwatte oder Ähnliches, sondern das Innenleben einer Hängematte. Die ist noch aus dem alten Zuhause und da Frau Mama diese als Nest auserkoren hatte und ich die neugeborenen Babys nicht anfassen wollte, musste die mit umziehen. Ich mache drei Kreuze an der Wand, wenn ich sie endlich entsorgen darf. Sie stinkt nach der alten Bude. :D – So, und nun träume ich schon von morgen. Denn dann werde ich allmählich anfangen die Babys an mich Menschen zu gewöhnen.

Die Wolfskinder nehmen Kontakt auf

27.06.2011 – 5. Tag: Auf den heutigen Tag habe ich mich schon sehr gefreut. Endlich für wenige Sekunden Babys streicheln und begutachten. Dafür habe ich Frau Mama samt Käfig in den Auslauf verfrachtet, sodass sie viel zu erkunden hat und ich in aller Ruhe die Babys bestaunen kann. Asena hatte aber gar keine Lust auf Auslauf, vielleicht auch, weil sie das gar nicht gewöhnt ist. Sie kletterte nur kurz auf dem Käfig rum, verschwand dann aber mit ein paar Leckereien im Häuschen um sich etwas Ruhe zu verschaffen. Das ist ok, immerhin steht ihr der größte Stress noch bevor, wenn die Wolfskinder erstmal anfangen zu krabbeln. […] Asena hat zudem das Nest aus der stinkenden Hängematte ausquartiert, weshalb ich die restlichen Stückchen von dieser endlich entsorgen konnte. Die Kinder selbst sind wohlgenährt, man konnte die Milch teilweise sehr gut durch den Bauch schimmern sehen. Und sie haben schon einen ganz ganz leichten Flaum am Körper. Zudem sieht man bei manchen schon relativ lange Vibrissen. Einen Knirps habe ich auch fix gewogen. Stolze 13 Gramm. Bin ganz verliebt und konnte natürlich nicht anders und musste in paar wenige Fotos knipsen.

28.06.2011 – 6. Tag: Nachdem ich heute aus dem Volierenschrubben nicht mehr rauskam, habe ich natürlich auch wieder vorsichtig bei den Wolfskindern nachgeschaut und war erstaunt wie viel sie innerhalb eines Tages wachsen. Man kann schon fast zusehen, wie hier und da ein weiteres Härchen sprießt. Sachte gestreichelt habe ich die Kleinen natürlich auch. Ich will euch zwei Fotos nicht vorenthalten die eben entstanden sind. <3

Bilderflut am 7ten Tag

29.06.2011 – 7. Tag: Heute Abend kommt natürlich noch ein größeres Update. Bin dahin will ich allerdings ein kleines Video von gestern zeigen. Da sieht man ganz gut wie emsig die Babys bereits sind. :)

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Jetzt ist schon wieder kurz nach 21 Uhr und die Babys schlafen friedlich in Mamas Nest. Ich wünschte ich könnte für einen Moment so ein Babys sein. Mit geschlossenen Augen, geschlossenen Ohren. Genüßlich mampfen und schlafen, mampfen und schlafen. Was sie wohl denken werden, wenn sie das erste Mal die Augen öffnen? – Asena hingegen ist mal wieder die Ruhe selbst. Sie hat uns sogar einfach so beim Säugen zuschauen lassen. Und nachdem alle Babys abgeschleckt und gesäubert wurden, kletterte sie auf meine Schenkel um sich von mir streicheln und kraulen zu lassen. Eine richtige Traumratte. Und Traumbabys. – Ich habe heute schon mal geschaut ob ich Zitzen bei den Babys erkenne. Ab dem 8ten Tag ungefähr sollten die langsam sichtbar sein. Aber nein. Noch nichts gefunden. Bin doch schon so gespannt. Und was ist bloß wenn es alles Böckchen sind? […] Nun ists aber Zeit für Fotos. Da es schon dunkel war, natürlich mal wieder nicht in Tageslichtqualität. :)

Es ist ein Mädchen! Oder zwei?! *wusel*

01.07.2011 – 9. Tag: Nachdem ich gestern zeitlich nicht mehr zum Bloggen kam, muss ich heute natürlich ein bisschen was nachholen. Das allabendliche Babysknutschen und der Auslauf für Asena ist im Moment wirklich das Highlight meines Tages. Ich bin am Morgen immer wieder erstaunt was für einen Sprung die Wolfskinder in gerade mal einer Nacht machen. Gestern zum Beispiel waren die Dunkelpelze noch in einem dunklen Grau gekleidet, weil die helle Haut durchschimmerte. Schon heute ist es bei einigen ein intensives Schwarz. Sie werden viel zu schnell erwachsen. :) […] Das größte Baby bringt heute Abend ein Gewicht von 19 Gramm auf die Waage. Nicht schlecht. […] Folgendes Foto zeigt eines der Babys am 8ten Tag, also gestern. Ich finde man erkennt hier schon richtig gut den kleinen Ohrpfropfen. Im Vergleich waren die Ohren zuvor ja komplett zu, ohne irgendeine Abgrenzung durch einen „Stoppen“. Auch die Augen bekommen immer deutlichere kleine Schlitze. Nur noch ein paar Tage und die Wolfskinder hören und sehen die Welt wie sie ist. Und hoffentlich finden sie sie gut.

Von heute Abend gibt es natürlich auch noch ein paar Fotos. Während Asena den Auslauf erkundete, konnten wir uns seelenruhig jedes einzelne Baby genauer ansehen. Irgendwo müssen da doch Zitzen sein, dachten wir uns. Besonders nachdem wir gestern nichts entdecken konnten. Heute sah ich dann winzig winzig kleine angedeutete Zitzen bei zwei der neun Welpen. Da bin ich mir sogar recht sicher. Also schon mal mindestens zwei Töchter. Eine der cremefarbenen und eine dunkle mit einer Blesse. – Vielleicht finden wir morgen ja noch bei anderen Zitzen. Wäre zu wünschen, da Weibchen in der Vermittlung oft schneller ein gutes Heim finden. Im Moment überlege ich auch die Mama mit zwei Töchtern zu behalten. Mein eigenes Rudel wird immer kleiner, da die Damen bereits nicht mehr die Jüngsten sind. Und so könnte ich Asena einen weiteren Umzug ersparen. We will see. […] Henrik saß heute auch mit im Auslauf. Er ist sich bei erwachsenen Ratten immer sehr unsicher und hat Angst etwas Falsches zu machen. Und das nach so vielen Jahren Rattenhaltung. :) Aber bei den kleinen Zwergen traut er sich mittlerweile, nach tagelangem Zögern, doch schon einiges. „Die sind zwar klein und zerbrechlich, aber die können immerhin nicht beißen.“ – Stimmt, Henrik. Noch nicht. :D […] Und nun die Fotos von heute. Das Einzelbild zeigt ein sehr charakteristisches Babys. Es hat einfach im Gegensatz zu seinen Brüdern und Schwestern einen wahnsinnig großen Schädel, dessen Länge durch die Blesse nur nochmal verstärkt wird. <3 Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie wuselig sie mittlerweile alle sind. Da wird gezogen, gerobbt, gedreht, geputzt,… deswegen habe ich am Ende auch ein kleines Video für euch.

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Oder doch drei? :)

03.07.2011 – Tag 11: Nachdem ich gestern nur ganz kurz jedes Baby einmal durchwuseln konnte, haben wir uns heute besonders viel Zeit genommen. Und ich denke, wenn jetzt nicht irgendetwas ganz verrückt-seltsames geschieht, kann ich fest von insgesamt drei weiblichen Wolfskindern ausgehen. Alle anderen sechs haben keinerlei Anzeichen von Zitzen und auch zwischen Harnröhrenausgang und After ist viel mehr Abstand als bei den offensichtlichen Mädels. An sich bin ich ganz zufrieden mit sechs Jungs, denn so können sie wunderbar in zwei Dreiergruppen oder eben zusammen vermittelt werden. Die drei Mädchen und die Mama werde ich nicht trennen und womöglich selbst behalten. […] Mittlerweile ziehen sich die Ex-Shrimps bereits am ausgestreckten Finger hoch, erklimmen auf dem Sofa ruhende Beine und zeigen bereits ihren ganz eigenen Kopf wenn es darum geht, wo sie gerne schlummern möchten. Asena ist wie immer ganz gelassen. Oft nutzt sie die Zeit, wo wir uns um die Babys kümmern, für ein Ruhepäuschen. Ich kann es mir nur versuchen vorzustellen, aber so eine Rasselbande würde mich auch schlauchen und ich wäre dankbar, wenn mir einmal am Tag einige Minuten für mich gegönnt wären. Kannste haben, Asena. Kannste haben. :) Schön, dass sie uns von Anfang an so viel Vertrauen geschenkt hat. […] Heute gibt es natürlich auch wieder ein paar Fotos. Das erste Foto ist ein Gruppenfoto von den drei Mädels. Danach folgt Jungsmaterial. Und natürlich wieder ein kleines Video. Die zwei unteren Fotos zeigen ganz schön, wie die Augenlider sich verändert haben. Sie bekommen immer deutlicher Schlitze. Ungefähr ab dem 14ten Tag öffnen sie ihre Äuglein vielleicht das erste Mal. Und schon morgen könnte der Pfropfen aus ihren Ohren verschwunden sein.

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Der Einäugige unter den Blinden

04.07.2011 – Tag 12: Ja, was waren wir eben überrascht! Das männliche Baby mit der Blesse und dem langen großen Kopf hat tatsächlich, noch bevor sich irgendeines der Ohren aller Babys öffnete, das rechte Äuglein aufgemacht. Es ist immer noch etwas zugekniffen, aber der Junge kann damit definitiv schauen. Das linke hingegen ist wie gehabt verschlossen. Bin ganz stolz auf den einäugigen kleinen Wolf und schaue freudig in die Zukunft, wenn ich irgendwann in achtzehn kleine Knopfaugen blicken kann. – Mittlerweile fangen die Babys auch schon an ihre Frau Mama im Käfig zu verfolgen. Zum Glück sind sie noch recht langsam und schnell erschöpft, sonst hätte Asena keine ruhige Minute mehr. :)

Kleine Elefanten

06.07.2011 – Tag 14: Es ist kaum mehr zu übersehen, dass das ganz bald super wuselige und flinke Rattenkinder werden sollen. Schon jetzt ist das Fotografieren des gesamten Wurfs immer schwieriger, da sie phasenweise rumzappeln und rumturnen als hätten sie die Energie eines Elefanten getankt. Aber nach einigen Minuten sind sie dann doch erschöpft, schlafen während des Spiels einfach an Ort und Stelle ein. Ganz tief und fest. *schnarch*[…] Die Ohren der Wölflein sind mittlerweile komplett geöffnet. Nur mit den Augen will es bei noch nicht so recht klappen, wobei man schon deutlich sieht, wie sie ihre blinden Köpfe gen Lichtquelle drehen. Hell und dunkel ist ihr derzeitiges Sehspektrum. – Außer der kleine Rattenmann mit der Blesse. Denn er hat, nach wie vor, ein einziges Auge geöffnet. Er scheint mir auch der weitentwickelste zu sein. So beginnt er allmählich und ganz sachte seine Umgebung zu erkunden, uns zu erschnüffeln und an uns hochzukrabbeln. Er ist es auch, der seiner Mama bereits versucht im Käfig zu folgen, um stets bei der Milchquelle zu sein. Im Video sieht man heute auch am Ende sehr gut sein geöffnetes Auge, wenngleich er es gerne noch zukneift. Ist wohl dann doch noch alles irgendwie zu grell und riesig. :)

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Wie aus Elefanten plötzlich Kletteraffen werden…

12.07.2011 – Tag 20: Sechs Tage sind schon wieder seit dem letzten Eintrag vergangen. Und in dieser Zeit hat sich natürlich eine Menge getan. Die Wolfskinder fordern ihre Mutter immer mehr und sie scheint heilfroh, wenn diese zwischendurch mal an meinen Fingern hängen anstatt an ihrem Rockzipfel. – Mittlerweile unterscheiden sie sich optisch auch schon gar nicht mehr von ausgewachsenen Ratten, bis auf eine Kleinigkeit: Die runde kurze Nase. So treffen sie mit ihren Kulleraugen und dem niedlichen Gesichtchen perfekt das Kindchenschema. […] Vom letzten Samstag, da waren sie 17 Tage alt, habe ich zuerst ein paar Fotos für euch. Mama Asena vorab. Ich dichte ihr in Gedanken stets Augenringe an. Die Ärmste. :)

Tatsächlich sind sie derweil so flink, dass es immer schwieriger wird sie zu fotografieren. Heute machte ich zum ersten Mal eine komplette Grundreinigung des Käfigs, was zuvor wegen des Nests ja nicht möglich war. In der Zeit verfrachtete ich die neun Pelzkugeln samt Wolfsmama in eine Transportbox. Tausendmal entschuldigte ich mich bei Asena und versprach mich zu beeilen. Und da machten sich die Geister auch schon über die Mamazitzen her. Nom nom nom. Asena versuchte zu Anfang den Bälgern zu entkommen, musste sich aber letztlich geschlagen geben und die Mäuler stopfen. Kaum hatte jedes eine gute Position an der Milchbar gefunden, waren sie wieder ein zuckersüßer friedlicher Haufen. Die Äuglein fielen zu. Nom nom nom. Seelenruhig in den verschiedensten Lagen wurde da um die Wette genuckelt. Und dann endlich kam die große Menschenfrau mit den weichen unbehaarten kalten Fingerchen und hielt diese rettend in die Box. Asena ergriff die Chance sich von den Biestern loszureißen und ich spielte nun Nanny. Tatsächlich sind sie schon so weit, dass ich versuchen an allen möglichen Dingen empor zu klettern. Das gelingt noch nicht so gut, aber als da plötzlich ein Rattenkind oben aus der Transportbox lugte, hatte ich nicht schlecht gestaunt. […] Auch die Menschenfinger werden immer interessanter. Da wird mal vorsichtig an der Kuppe herumgenagt und am Fingernagel gezogen, geschleckt und geputzt. Nicht nur ich werde in den Mund genommen. Feste Nahrung wird ebenfalls hier und da probiert, wenn auch noch skeptisch. – Was für ein aufdringlicher, aber liebevoller und zuckersüßer Haufen. <3 Auch von heute gibts natürlich Fotos und auch ein Video. Schaut euch dieses glänzend-flauschige Fell an.

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Wolfsmutter Asena macht mir Sorgen

18. Juli 2011 – Tag 26: Schon wieder ein paar Tage her, mh? Mittlerweile hat sich natürlich eine Menge getan. Die Wölflein schauen immer mehr wie große Ratten aus, auch wenn ihre Körpergröße immernoch winzig ist. Sie raufen und probieren alles aus, was ihnen in die Pfötchen kommt. Wir haben uns auch mittlerweile dazu entschieden 4 der Böckchen zu vermitteln. Sie kommen beizeiten also in unsere Vermittlungsgalerie. War alles gar nicht so einfach. […] Da sich Henrik in den Langkopfmann, der hier schon einige Male gezeigt wurde, verliebt hat, wird dieser bleiben. Wir haben ihn Kurt genannt. Das hat für uns sogar mehrere Bedeutungen. Ersteinmal haben wir vor einigen Jahren aktiv an einem Online-Rollenspiel (Ultima Online) mitgewirkt und dort spielte ich einen diebischen Rattenmenschen namens Kurt. Der ausschlaggebende Grund war dann aber doch, dass „Kurt“ ebenfalls ein türkisches Wort ist und übersetzt ganz schlicht und einfach „Wolf“ bedeutet. :) Er bleibt natürlich nicht alleine hier und darf einen Black Hooded-Bruder als Kameraden behalten. Wir haben uns für einen Black Hooded entschieden, in der Hoffnung, dass in der Vermittlung die restliche Rudelkonstellation gut ankommt (1x Creme Husky, 1x Creme, 2x Black Hooded). Für den kleinen Black Hooded-Mann haben wir auch schon einen Namen. Und zwar „Böri“. Ja, wie einfallsreich. ^^ Böri ist das alttürkische Wort für Wolf. Aber wir finden es passend. […] Hier nun erstmal ein paar Fotos der letzten Tage:

Der Titel dieses Tagebucheintrags hat es ja bereits verraten. Wir machen uns seit heute Sorgen um Asena. Sie saß bis ca. 24h nach der Geburt ja noch mit anderen Böckchen in einer Wohnung. Im Käfigboden war ein Loch und einer der Böcke lief frei in der Wohnung herum. Henrik fragte mich damals, ob Asena theoretisch schon längst wieder schwanger sein könnte. Ich antwortete damals noch eher scherzhaft, dass dies wie ein 6er im Lotto wäre. Nun… Ratten tragen ca. 22 Tage. Die letzte Geburt ist 26 Tage her. Und seit heute hat Asena eine ganz offensichtliche Kugel und wirkt figurlich wie eine kleine Birne. Das kam relativ plötzlich und natürlich wissen wir, dass Ratten ihre Schwangerschaft gekonnt versteckt halten. – Aber falls es nun wirklich so sein sollte, bin ich echt am Verzweifeln. Der Schwalmstädter und der Göttinger Notfall haben meine Kapazitäten zeitlich, nervlich, räumlich und vor allem finanziell absolut ausgeschöpft. Ich weiss nicht wie dies zu bewältigen wäre. Auch für Asena und die Babys. Wir machen uns große Sorgen und hoffen auf einen Fehlalarm.

Nestrenovierung

20. Juli 2011 – Tag 28: *zuppelzuppel* *ratschratsch* Asena ist gerade dabei ein neues Nest zu bauen. Sie ist, seit dem wir die kleine Kugel an ihr entdeckten, nun äußerlich hochschwanger. Es steht außer Frage ob sie es ist oder nicht. Es ist absolut offensichtlich und wir in größter Sorge. Die Wolfskinder sind vorhin in eine eigene Voliere gezogen. Eigentlich wäre die Trennung für die männlichen Wolfsbabys erst nächste Woche passiert und die weiblichen Wolfsbabys hätten eigentlich für immer bei Mama sein dürfen. Jetzt hat sich alles schlagartig geändert. Das Risiko für Asena ist nicht zu unterschätzen, ist sie doch selbst noch so jung und hat erst „eben“ Babys zur Welt gebracht. – Jetzt will sie uns schon wieder kleine Wölfe schenken. Könnte mir vorstellen, dass es heute Nacht schon so weit sein könnte. […] Nun hocken wir hier, lauschen Asenas Umräumaktion und sind ratlos. Natürlich, irgendwie müssen und werden wir das stemmen. Aber der zeitliche, räumliche, nervliche und finanzielle Aufwand ist schon jetzt, ohne weitere Babys, kaum zu schaffen. Wir merken mal wieder: Wenn es kommt, dann kommts ganz Dicke. – Bitte drückt alle fleißig die Daumen, dass Asena alles gut übersteht. Vielleicht finden sich ja auch endlich für die vielen Nasen hier ein paar neue Keksgeber. <3 Wir spüren ganz deutlich, dass Sommerferien sind. Die Tierheime und Notstationen sind gefüllt bis obenhin.

Dann öffnen wir mal ein neues Kapitel

Hier geht’s weiter! <–