Shub und ihre Babys: Tag 10 bis Tag 12

Zwar kann ich ein paar Tage nichts ins Babytagebuch schreiben, das hält die Halbwildlinge aber nicht davon ab zu wachsen. :) Und zwar wie Unkraut! Aber kurz von vorne. An Tag 10 waren wir in großer Sorge, weil wir nicht sofort alle Babys im Käfig fanden. Zwölf waren auf unterschiedliche Ecken aufgeteilt. In drei Gruppen. Wir entdeckten alle zügig, bis auf zwei. Als ich mit der Hand den Käfig durchkämmte, rechnete ich jede Sekunde damit einen kalten, kleinen Körper zu fühlen. Menschen die mit Ratten leben, kennen dieses schreckliche Gefühl sicherlich ganz gut. Zum Glück waren sie aber nur sehr sehr gut von der Mama separiert und versteckt. Keine Ahnung, weshalb Shub das getan hat, aber umso älter sie werden, desto öfter trägt sie sie im Käfig herum.
Als sie dann endlich wieder alle beisammen waren, kontrollierten wir nochmal die Geschlechterverteilung, weil wir uns ja ganz sicher sein wollen. Es sind nach wie vor drei Mädchen und neun Jungs. Mehr als eindeutig. Die drei Mädchen haben nun auch Namen bekommen. Ich hatte eine ganze Liste von Namen beisammen, auch dank vieler lieber Menschen von Twitter, die hier eifrig mitlesen und mitfiebern. Habt vielen Dank! :) Letztendlich hat ein wenig das Los entschieden und die drei Mädels heißen Winifred, Pommes und Janeway! Sie sind bisher nur an der unterschiedlich eingefärbten Schwanzspitze zu erkennen, aber sicherlich finden wir da noch mehr. Die Jungs hingegen sind kaum auseinander zu halten. Manche haben kaum weiß an der Schwanzspitze und nur ganz kurze, weiße Söckchen. Dafür haben sie aber zwei dunkle Punkte auf dem Hodensack. Zwei haben diese Punkte nicht und auch viel mehr weiß, ähnlich wie die Mädchen.

Shubs Babys Mädchen Janeway Pommes und Winifred Tag 10Tag 10 – Die Babys schlummern unter Henriks großen, warmen Händen.

Shubs Babys Mädchen Janeway Pommes und Winifred 2 Tag 10Die drei Mädchen. Hier sieht man wie rosa und unbehaart ihr Bauch noch ist.

Shubs Babys Tag 10

An Tag 11 ist nicht sonderlich viel passiert, da ich länger unterwegs war und abends kaum mehr Zeit für Shub und die Halbwildlinge (danke übrigens für den Begriff, Regenmonster <3 ) blieb. Ich setzte mich also nur eine Weile dazu und las ein bisschen was vor, damit sie zumindest ein wenig meine Stimme bei sich hatten.

Tag 12, also gestern, war dann umso aufregender, denn es ist so heftig was für einen großen Sprung sie nur innerhalb dieser kurzen Zeit gemacht haben. Der rosa Babybauch ist bei den meisten schon von deutlichem weiß-grauen Flaum bedeckt. Sie recken ihre Köpfe in die Richtung wo Geräusche oder Licht herkommen. Und sie sind bereits wahnsinnig aktiv, wenn auch immer noch blind und mit winzigen Pfropfen in den Ohren. Eines der dickeren Babyjungs hat sich in meiner Hand genüsslich den Kopf mit den Pfötchen geputzt und dabei immer wieder seine winzig-winzige Zunge rausgestreckt. Ich bin fast gestorben vor Entzückung. Von seiner Statur her, ist er weitaus kräftiger als die meisten anderen Jungs. Ich habe ihn in dem Moment Bud Spencer getauft. Aber sie entwickeln sich so schnell und sehen sich alle so ähnlich, dass ich noch nicht weiss, ob ich ihn heute Abend wiedererkennen würde.

Shubs Ratten Tag 12 Winnifred Shubs Ratten Tag 12

Da die Jungs ja in absehbarer Zeit von den Mädchen und der Mama getrennt werden müssen, mussten wir uns intensiv Gedanken um eine geeignete Unterbringung machen. Mama Shub und die drei Mädchen können in den Unidom, aber für neun Jungs habe ich leider nichts mehr hier, was passen würde. Die alten Volieren aus meiner Zeit als Pflegestelle und Notvermittlerin sind verkauft oder verschenkt, weil unsere Wohnung die Lagerung leerer Volieren nicht so her gibt. Das ärgert mich nun wenige Jahre später total. Da es sich um Halbwildlinge handelt und diese meist einen stärkeren Nagedrang haben, können sie auch nicht in einen Käfig mit Plastikschalen. Ich höre mich gerade schon nach gebrauchten Volieren aus der Umgebung um und hoffe sehr, dass ich etwas geeignetes in kurzer Zeit finde. Die Innenmaße sollten um die 100 cm lang, mind. 50 cm breit und rund 150 cm hoch sein. Noch größer wäre noch besser. Das ist minimum. Und ich müsste ihn dann natürlich noch umbauen und mit Etagen versehen. Wahrscheinlich auch die Türen größer machen. Die Alternative wäre eine ganz neue zu kaufen. Volieren sind so arschig teuer… ;D Ich hatte diese krassen Preise gar nicht mehr so auf dem Schirm. Aber egal. Irgendwie bekommen wir da schon was hin. Falls ihr aus der Nähe kommt und zufällig eine geeignete Voliere oder gar einen Unidom oder was Ähnliches los werden möchtet, ich schreie ganz laut „HIER!“.
Zu allem Überfluss hat Mama Shub nun auch noch die Transportbox kaputt gemacht. :D Nein, ich gebe es ja schon zu. Ich will es nicht auf sie schieben, aber bei der Aktion sie wieder in den Käfig zu machen, ist der Plastikdeckel der Box abgebrochen. Zumindest aber die Transportboxen habe ich all die Jahre aufbewahrt, weshalb das nicht so tragisch ist. Mama Shub geht es ansonsten recht gut, denke ich. Sie ist halt immer noch im Helikopter-Überstress-Modus, sobald wir mal vor dem Käfig hocken und sie reagiert ebenfalls nach wie vor aggressiv auf unsere Nähe. Allerdings hat sie allmählich gelernt, dass es in der Transportbox jeden Abend etwas leckeres zu futtern gibt, weshalb sie gestern ziemlich schnell freiwillig reinhüpfte.

Mama Shub, die Halbwildlinge & Erbse

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

4 Kommentare

  1. Mina

    Einen solchen Käfig habe ich gerade rumstehen ö_ö

    Ich habe einen Kumpel in Kassel, der eh mal bald runter kommen wollte.
    Ich mess dir den mal aus und wir planen.

    Antworten
    1. Erbse (Beitrag Autor)

      Oh perfekt. <3
      Ich habe gerade von einer Freundin eine kleine Voliere angeboten bekommen, die zur Not auch gehen würde. Aber die ist ziemlich klein und auf Dauer ungeeignet. Ich weiss ja nicht, wie lange die Jungs dann letztlich bei mir sitzen werden.

      Danke <3

      Antworten
    2. Erbse

      Hey Mina,
      hättest du denn noch Interesse an den Mädels? Habe mich umentschieden und werde die übrigen Jungs behalten und auch die Mama mit ihren Töchtern vermitteln.
      LG

      Antworten
      1. Mina

        Liebe Erbse, sehr sehr gerne ich die Mädels in meine Obhut.
        Meine Damen sind jetzt im Seniorenalter und ich glaube fast, dass sie nicht mal den Umzug nach Kassel erleben.
        Vondaher würden sie in einen schönen sauberen Käfig ziehen können.

        Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *